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Freitag, 1. August 2014

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Peter
Gruppe: Bauherr


Thema vom: 08.11.2010
IP: 79.240.***.*** | ID: 10224
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Bodenaufbau bzw. Feuchtigkeitssperre

Liebe Spezialisten,

ich würde gerne eure Meinung bzgl. der Vorbereitung/Aufbau des Estrichs hören:

Wir renovieren im Moment unser Erdgeschoß EFH älteres Baujahres. Das Haus ist nicht unterkellert und steht auf sandigen Boden.
Auf Grund des unbehagenen Wohlgefühls haben wir uns entschieden den Boden auszugraben um eine vernünftige Bodenplatte mit Isolierung und dementsprechenden Bodenaufbau zu realisieren und eine Fußbodenheizung mit einzubauen.
Wir haben ca. 50cm untergegraben und momentan ist die Betonbodenplatte eingebaut.

Der Aufbau ist ca. 4cm Splitt Sauberkeitsschicht, 12cm Perimeterdämmplatte, ca. 16cm Betonbodenplatte mit Stahlfäden.

Nun meine eigentliche Frage: wir haben noch ca. 16cm bis Oberkante, es müssen noch teilweise Rohrleitungen für Wasser/Stom auf den Boden verbaut werden. Ürsprünglich war angedacht ein Bitumenvoranstrich aufzubringen und eine Schweißbahn V60 S4 zu verlegen, danach die Installationsleistungen zu verlegen, die Wände zu putzen.Im Anschluß ca. 7-8cm Dämmung(ca. 5cm Bodendämmplatte u. ca.2,5cm Trittschalldämmung) einzubauen, Fußbodenheizung und zum Schluß natürlich Zementestrich ZE20.

Ein Estrichleger meinte nun, dass auf Grund der Installationsarbeiten u. Verputzarbeiten die Schweißbahn nicht unbedingt das optimale sei und hat mir nun vorgeschlagen, die Rohrleitungen direkt auf die Bodenplatte legen zu lassen, die Wände verputzen. Danach würde eine Ve..planplatte verlegt werden und eine Tw.. Feuchtigkeitssperre mit Alu Kombieinlage verlegt werden.

Welches System ist zu empfehlen, oder mache ich mir unnötige Gedanken?!?!

Zum Schluß noch weitere Fragen: Auf Grund der zeitlichen Sicht wurde mir ein ......... 2,0 Schnellzementestrich abgeboten, soll nach 2-3 Wochen verlegefertig sein, der Bodenbelag wird ein Naturstein. Da realistisch gesehen der Estrich Anfang Dez. eingebaut wird, und wir witterungsbedingt nicht die optimale Zeit haben, würde ich den nicht unwesentlichen Preisaufschlag aktzeptieren. Wir sind die Erfahrungswerte bzgl. der Qualität und Trocknungsphase?

Und: im Bad ist eine bodenebene Dusche geplant, welche auch mit dem Naturstein verlegt werden soll, gibt es hierfür etwas spezielles zu beachten, was Estrich/Bodenaufbau betrifft?

Vielen Dank!







Axel Kopf
Gruppe: Sachverständiger


Antwort vom: 08.11.2010
IP: 84.162.***.*** | ID: 10225

Bodenaufbau

Hallo Peter,

sehr mutig von Deinem Estrichleger, dass er kostenlos für Dich plant! Sind solche Installationsleitungen etc. auf der Rohdecke vorhanden, ist der von Deinem Estrichleger vorgeschlagene Aufbau unter Bedenkenanmeldung sicherlich als brauchbar zu bewerten (hydrophobiertes Polystyrol oder Extruderschaum als Ausgleichsschicht der Rohre und dann darüber eine Kaltselbstklebebahn mit Alueinlage mit einem sd-Wert >1500 m). Die Verantwortung für solch alternative Bodenaufbauten (Sonderkonstruktionen) liegt in der Regel beim Planer und nicht beim Estrichleger(siehe auch "Rohre auf der Rohdecke")!

Schnellzement T.................d 2.0 wird eingesetzt für früh nutzbare, formstabile und wasserfeste Unterlagsestriche und hat sich in der Praxis gut bewährt, vorausgesetzt er wird gemäß Herstellervorschrift eingebaut. Mit dem Funktionsheizen kann bereits nach 3 Tagen begonnen werden und der Estrich weist nach 14 Tagen eine Restfeuchte < 2 CM-% auf. Ein weiterer Vorteil ist bei .............2.0 das geringe Schwindmaß, wodurch beim Estrich Verformungen(Schüsselungen) weitgehend ausgeschlossen sind. Die Trocknungsbedingungen im Dezember sind mit Sicherheit besser als im Sommer dieses Jahres. Je nach Estrichart kann die Trocknung durch Heizen und Stosslüften unterstützt werden und es kann mit normalen Trocknungszeiten bis Belegereife gerechnet werden.

Für Deine bodenebene Dusche solltest Du eine Gefälledämmung vorsehen, damit der Estrich in gleichmäßiger Dicke eingebaut werden kann!

Viel Erfolg.

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Peter
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 08.11.2010
IP: 79.240.***.** | ID: 10226

Bodenaufbau bzw. Feuchtigkeitssperre

Hallo Axel,
danke für Deine Antwort. Meinst du mit "alternativen" Aufbau die Form ohne Schweißbahn etc., oder grundsätzlich wegen der Bodenrohre?

Danke und Grüße.

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Bertram Abert
Gruppe: Sachverständiger


Antwort vom: 08.11.2010
IP: 217.233.***.*** | ID: 10227

Hallo Peter,

Deine ursprüngliche Konstruktion hat den Vorteil, dass die Rohre und Einbauten vor Feuchte geschützt sind und Du kannst die Dichtbahn auch an die horizontale Mauersperrbahn anschließen, was bei der vom Estrichelger vorgeschlagenen Konstruktion kaum möglich ist. Diese vom Estrichleger vorgeschlagene Lösung ist und bleibt ein Notbehelf, aber nur um den Estrich zu schützen.

Allerdings muss man vor Verlegung der Dämmplatten die Bitumenschweißbahnen kontrollieren und nachbessern.

Die gelben Dämmplatten und den T.... 2 Estrich kannst Du trotzdem nehmen. Eine Aufgabenstellung ergibt sich bei Bitumenschweißbahnen, nämlich die Dämnmschicht voll satt aufzulegen, besonders über den Stößen.

Gruß und viel Erfolg
Bertram Abert

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