
Hallo,
wir haben einen kleinen Kellerraum, in dem wir einen größeren Wasserspeicher aufstellen wollen. Damit das ganze vom gewicht her passt und es keine Anforderungen an den Schallschutz gibt, wollen wir anstatt der doch eher weichen Trittschalldämmung eine härtere Dämmung einbauen, z.B. XPS. Wie sollten wir dann den Übergang des Estrichs von diesem Raum zum angrenzenden Flur gestalten? Reicht da ein Kellenschnitt im Türbereich oder sollten wir eine richtige Fuge lassen, z.B. mit 1 cm Styropor?
Danke,
Stuckel
Werter Herr Stuckel,
wenn Sie in Ihrer Eingangsfrage anmerken:
"Damit das ganze vom gewicht her passt und es keine Anforderungen an den Schallschutz gibt, wollen wir anstatt der ..."
... und nun wieder auf eine Schallschutzanforderung anspielen, sollten Sie erst einmal für sich klären, was Sie denn nun eigentlich wollen. Entweder KEINE Anforderungen an den Trittschall oder nun DOCH.
Die Scheinfuge ist zudem als Solbruchstelle eine Notwendigkeit zwischen Estrichscheiben, welche auf unterschiedich kompressionsfähigen (und damit schwingenden) Unterlagen aufgebaut wurden. Hier schrieb ich bereits das Stichwort "schwingen" in meinem letzten Beitrag. Mit der Trittschalldämmung hat eine Fuge nichts zu tun!
Das erledigt vielmehr die Trittschall-Dämmschicht UNTER dem Estrich.
Wobei sich mir der Sinn einer Trittschalldämmung in einem Keller- bzw. Technikraum nicht so richtig eröffnen will.
-.-.-.-.-.-
Gruß: Klaus
Hallo Stuckel,
die Frage mit der Trittschallübertragung(sofern erforderlich) hast Du Dir wohl selbst schon beantwortet. Aber, was mir viel wichtiger erscheint, ist hier die Frage, ob der schwimmende Estrich (und die Wärmedämmung) überhaupt auf die zu erwartende Last ausgelegt ist(grösserer Wasserspeicher)! Um höhere Lasten abzutragen, wird der Estrich in der Regel etwas dicker und in einer höheren Festigkeit eingebaut. Die Wärmedämmung sollte dementsprechend abgestimmt werden. Eventuell ist hier sogar eine Verbundkonstruktion erforderlich. Schon allein deshalb (größere Estrichdicke, eventuelle Verbundkonstruktion, Trittschallübertragung) empfiehlt es sich hier eine Konstruktionsfuge(Bewegungsfuge) vorzusehen. Um ganz sicher zu gehen, lass Dich vor Ort von einem Fachmann beraten.
Gruß
Axel Kopf