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Montag, 6. Februar 2012

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Ruthi
Gruppe: Bauherr


Thema vom: 15.08.2010
IP: 93.214.**.** | ID: 9924
2452x angezeigt

7 cm Höhenunterschied Fussboden ausgleichen

Hallo,

ich habe folgenden IST-Zustand:

-EG bewohnt und beheizt
-OG eine Hälfte Holzbakendecke (Bj. 1949) und die andere Hälfte Betondecke 5x8 m mit Estrich (Bj. 1987)
-der Fussboden vom neueren Teil ist knapp 7 cm tiefer und man hat deshalb immer eine Stolperkante
-setzen tut sich hier nichts mehr
-Heizung: Heizkörper

Da ich gerade das Dach dämme und dabei alle Innenwände, Elektro, Dachschrägenbeplankung, Heizkörper usw. neu installiere, möchte ich auch gleich die Stolperfalle abschaffen. Der Fußbodenbelag soll später Laminat oder Holzdielen sein.
Generell wäre universal verwendbar ideal, damit in 10 Jahren Laminat raus und Teppich rein möglich ist.Wer weiß wie sich der Geschmack ändert.

Meine Idee:

-Holzkonstruktion (KVH) auf den Estrich schrauben, Zwischenräume mit ??? ausfüllen und OSB-Platten
-damit hätte ich die freie Wahl ob Laminat,Teppich oder durchgehende Dielung von 1. Hälfte zur 2.Hälfte
-besonderer Trittschall nach unten (EG) ist nicht erforderlich

Gibs von den Experten Bedenken ? oder nen einfacheren Aufbau?

Vielen Dank für eure Hinweise



KLaus
Gruppe: Sachverständiger


Antwort vom: 15.08.2010
IP: 91.36.***.*** | ID: 9925

Unterschiedliche Unterkonstruktionen

Hallo Ruthi,
Auf einen bestehenden mineralischen Estrich eine Holzunterkonstruktion zu verlegen ist möglich. Aber vom verschrauben rate ich ab, da zudem auch nicht notwendig.
PE-Folie als Dampfbremse auflegen, in den Randbereichen ausreichend überlappend, unter die Lattung/Holzbalken Filzstreifen oder 6mm dicke Streifen aus Gummirecyclat kleben (damit es nciht verrutschen kann) und dann lose verlegen.
OSB-Platten sind als Lastenverteilungeebene (bzw. als Fertigteilestrich) ebenfalls ab 119mm Dicke gut geeignet, wenn die Unterlattung mit nicht zu breitem Abstand (ca. 50cm sollte irgendwo das Maximum sein) ausgeführt wurde.

Obwohl nach Deinen Angaben kein Schallschutz erforderlich ist würde ich die Gefachung, also die Zwischenräume zwi´schen den Auflagebalken dennoch mit einer losen mineralischen und verrottungsfreien Schüttung versehen, um Resonanzen beim Begehen zu reduzieren.
Bitte die OSB-Platten nur und ausschließlich mit Spaxschrauben arretieren. Diese haben ein durchgehendes Schneidgewinde, also keinen (gewindelosen) Schaft, der bei einer evtl. leichten Lockerung der OSB-Platten später zu Quietsch- und Knarrgeräuschen führen könnte.
-.-.-.-.
Gruß: Klaus

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Ruthi
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 15.08.2010
IP: 93.214.**.** | ID: 9927

Hallo Klaus,

erstmal vielen Dank für die schnelle Antwort.

Welche Balkenmaße würdest du empfehlen? 55 x 100 (55 Balken + 15mm OSB = 70mm)

Bei den OSB-Platten ist Schreib- oder Kommafehler. Stärke von 119mm ?

Die Balken untereinander nicht verschraubt?

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Klaus
Gruppe: Sachverständiger


Antwort vom: 15.08.2010
IP: 91.36.***.*** | ID: 9928

Unterkonstruktion für OSB-Platten

Hallo Ruthi,
Selbstverständlich war die Angabe mit der Plattendicke ein Schreibfehler, der mir nicht auffiel. Anstatt 119mm reichen auch 19mm :-)

Balkenmaß 55 ist in Ordnung
(55 Balken + 15mm OSB = 70mm) ist wahrschienlich auch ein Schreibfehler (nun Deinerseits) da falsche Einheit, weil die Einheit "Balken" mit der Materialdicke der OSB-Platte (hier: in mm) nicht addiert und daher in der Summe nicht 70mm ergeben kann? (Ich habe das schon verstanden!)
Scherz beiseite:
Wir nähern uns langsam der Wahrheit an ....
Auflagebalken werden nicht miteinander verschraubt, da sie durch dem festen Verbund mit den Fertigteil-Estrichplatten (die werden allerdings auf den Balken verschraubt) ausreichend Stabilität haben.
-.-.-
Gruß: Klaus

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Ruthi
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 16.08.2010
IP: 93.214.**.** | ID: 9935

Auf die Gefahr hin, dass ich zuviele laienhafte Fragen stelle, aber ich habe diese Schüttung noch verarbeitet geschweige in der Hand gehabt.

Aufbau:

-PE-Folie auf vorhandenen Estrich
-50x50 mm Balken mit lichtem Abstand von 500mm lose längs im Raum verlegen
-mit Schüttung auffüllen und abziehen
-19mm OSB-Platten aufschrauben
-fertig

Ergibt 70mm Höhe, soweit o.k.

Aber verrutschen die Balken nicht wenn ich die Schüttung reinkippe? Oder muss ich die provisorisch mit Latten gegen das Verrutschen sichern und die Latten entfernen wenn die OSB verschraubt werden?
Wenn ich die OSB-Platten erst verschraube, kann ich die Schüttung ja nicht mehr verteilen.

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Klaus
Gruppe: Sachverständiger


Antwort vom: 17.08.2010
IP: 91.36.***.*** | ID: 9948

Arbeiten mit Schüttungen

Hallo Ruthi,
Du hast durchaus Recht. Die Trägerbalken bzw. die Unterkonstruktion werden sich "auf den Weg machen", wenn man nur genug seitlich dagegen tritt und die geschaffene Ordnung ausreichend stört.
Nun kann man es durchaus so machen, wie Du denkst, also mit stabilisierender Querlattung, doch das ist (zeit)aufwändig und zum Schluss steht man da mit überschüssigem Material (der Hilfslattung), das man nicht mehr benötigt und welches gutes Geld gekostet hat. Einmal von den derartig verschleuderten Ressourcen abgesehen.
Also wählen wir einen anderen Weg.
Mehrere OSB-Platten (ohne Nut/Feder) werden zunächst einmal mit den Spaxschrauben befestigt und in Nut und Feder miteinander verleimt. Damit erhalten wir die erste Stabilität in der Fläche.
Ist der Teil 1 bis auf sagen wir "Besenstiellänge" verlegt, wird die Schüttung (ggf. auf am Anfang aufgelegten Rieselschutz) eingebracht und mit dem Besen in Richtung Wandanschluss geschoben. Der sollte nun dicht sein gegenüber dem Schüttgut, sonst gibt es langjährig anhaltende Überraschungen.
Das Prozedere wiederholen wir nach der weiteren Verlegung von jeweils weiteren ca. 4 Plattenreihen bis wir das restliche Schüttgut in der letzten OSB-Plattenreihe von oben in die Gefachung einfüllen können.
-.-.-.-.-
Gruß: Klaus

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