Guten Morgen,
hoffentlich kann mir hier jemand helfen, ich bin unsicher wie ich meinen Fussbodenaufbau machen lassen soll.
Gegebenheiten: In meinem warmen Wintergarten sollen Massivholzdielen verlegt werden. Vorhanden ist eine Betondecke die Höhenunterschiede von ca. 15mm hat.
Folgende Aufbauten wurde mit vorgeschlagen:
-PE-Folie, Cat-step Nivellierfüsse - Konstruktionsholz 10cm hoch, 6cm breit, darauf Massivholzdielen der Stärke 22mm verschraubt. In die Zwischenkammern Holzwollmatten
zur Isolierung verlegt.
Meine Fragen:
- Welches Konstruktionsholz (oder Leimbinder?) soll ich nehmen, es gibt hier viele Klassen?
- Welcher Abstand soll zwischen den Lagerhölzer genommen werden, die Dämmmatten sind 52cm breit?
Danke schon mal im voraus für die Hilfe
Walter
Hallo Walter,
Anstelle der PE-Folie würde ich lieber eine bahnenförmige Abdichtung wählen, die in den Stößen wasserdampfdicht mittels geeigneter Klebestreifen (ggf. alukaschiert) überdeckt wird. Da gibt es einige Hersteller.
Die Tragbalken/das Konstruktionsholz müssen nur dem Verwendungszweck entsprechen. Bedeutet: sie müssen recht verwindungsstabil sein, also aus dem Mittelteil eines Stamms geschnitten sein.
Leimbinderholz ist optimal, da richtungsstabil!
Anstatt Holzwolle würde ich besser Glaswolle nehmen. Die juckt nicht mehr so wie früher beim Einbau, verhindert aber mit hoher Sicherheit, dass sich dort später ggf. unbeliebte "Untermieter" einnisten.
Der Abstand der Tragbalken hängt von der Dicke der Dielung ab. Bei 22mm Dicke (Deine Angabe) sollte der Balkenabstand um die 50cm bis 60cm betragen.
Diese Angabe findet sich in der leider vor Jahren zurückgezogenen, doch nicht mehr neu aufgelegten DIN 18334.
Abschließende Warnung:
Der Wintergarten muss bei Mehrschichtparkett wie auch Massivparkett unbedingt weitgehend gleichmäßig klimatisiert werden bzw. in den Wintermonaten auch bleiben.
Würde der Wintergarten bzw. die das Parkett umgebende Raumluft im Winter nicht ausreichend klimatisiert (ca. 50% rel. Luftfeuchte bei mind. 15°C), gäben Dir die Massivdielen ein beeindruckendes Schauspiel dafür, wozu Holz in der Lage ist!!
-.-.-.-
Gruß: Klaus
[Sachverständigenbüro für Fußbodenkonstruktionen]
Hallo Klaus
Danke für deine Antwort,
der Wintergarten wird als Wohnraum genutzt und wird im Winter nicht unter 18Grad abkühlen. Im Sommer sind die Temp. Max bei 30 Grad über dem Boden gemessen.
Holzwolle nehmen wir da ich keine Glaswollepartikel in der Raumluft haben möchte.
Dem Wintergarten ist noch ein Kinderzimmer angeschlossen wo ebenfalls die Massivholzdielen gelegt werden. Untermieter sind hier eher unwahrscheinlich da diese kaum Möglichkeiten zum Eindringen haben.
Leimholz ist bei der Aufbauhöhe und Fläche (50qm) schon sehr teuer, deshalb wollte ich eigentlich Konstruktionsholz der besseren Güte nehmen.
Der Lieferant möchte benötigt die Güte
Welche Güte kannst du denn hier empfehlen?
Gruss
Walter
Hallo Walter,
die Sorge um "Glaswollepartikel" in der Raumluft ist völlig begründet. Die hier schwingende Problematik hat er vor Jahrzehnten mit Sicherheit gegeben, moderne Baustoffe aus Glaswolle verfügen jedoch über einen zumindest genauso festen Gefügeverbund wie Dämmstoffe aus Holzfasern oder Steinwolle.
Letztendlich ist in der Raumluft die Partikelgröße für weitergehende Überlegungen entscheidend, und nicht die Materialzusammensetzung!
Betreffend den Begriff "Leimholz" möchte ich nur der guten Ordnung halber daran erinnern, dass dieser Begriff von Dir aufgeführt wurde und ich ihn lediglich (als möglichen Baustoff) übernommen habe.
Die Bestimmung der Auswahl der Güte des Leimholzes ist eine klassische Aufgabe des Fachverkäufers. Letztendlich sollte der wissen, welchem Verwendungszweck die entsprechende Güteklasse zuzuordnen ist.
-.-.-.-
Gruß: Klaus