
Hallo
wir haben vor 8 Jahren ein Haus gekauft. Zwei Geschosse sind dabei durch eine Betonfertigtreppe verbunden.
Die ganzen Jahre haben wir die Entscheidung immer vor und her geschoben. Teppich, Holz, Fliesen, Kork,...!
Im Moment suche ich nach einer kostengünstigen do-it-yourself Lösung um das Ganze zumindest ansehnlicher zu gestalten.
Ich habe mir im Baumarkt eine 2in1 Fußbodenfarbe gekauft. Ist anbeglich Grundierung und Anstrich in einem.
Nun wird die Treppe seit 8 Jahren ja fleißig genutzt. Einige Stellen sind noch grau, so wie der Beton mal war (an den äußeren Stellen der Stufen) andere Stellen sind inzwischen ganz dunkel und glatt gerieben (dort wo man läuft).
Nun stellt sich mir die Frage ist das wirklich so einfach? Einfach die Farbe draufrollen oder muss ich den Untergrund noch behandeln um die Haftfähigkeit herzustellen?
Ich habe an den glatten, dunkelen Stellen die Befürchtung, dass die Farbe dort schlechter haftet als an den noch grauen fast ursprünglichen Stellen.
Wie gehe ich am besten vor?
MfG
Thomas
Hallo Thomas,
dass man nach Jahren der Nutzung einer Treppenanlage selbst auf einer Betonoberfläche Laufspuren sehen kann, ist normal und unvermeidbar.
Das Oberflächenbild kann u.a. durch Abrieb (oberste Betonrandzone) und/oder durch Ablagerungen entstehen. Sehr wahrscheinlich trifft beides zu.
Da wir nicht ausschließen können, dass es durch Airosole und deren Übertragung über die Luft auch zu einer -sagen wir- leichten Fettfilmablagerung gekommen sein könnte (wir sprechen hier allgemein von dehäsiv wirkenden Schichten) sollte erst einmal eine alkalische Grundreinigung der Trittstufen unter Mitwirkung einer mittelharten Handbürste erfolgen.
Danach wird mit klarem Wasser gut neutralisiert und die Fläche noch besser abgetrocknet.
Erst dann geht es an den Auftrag des Oberflächenschutzes.
Baumärkte bieten möglicherweise gute Produkte an. Im Fachhandel dagegen wirst Du immer fündig.
Ich selbst habe gegenüber den "Allroundern" eine gewachsene, recht skeptische Grundeinstellung. Denn entweder man kann gut Klavierspielen oder gut ein Haus mauern. Beides geht nicht bei optimalem Ergebnis.
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Deine Skepsis gegenüber dem optimalen Haftverbund teile ich durchaus! Aber bedenke bitte, dass ein solcher Farbanstrich, wie Du ihn planst, nur einen ca. 0,07mm bis 0,1mm dicken Schutzfilm ergibt. Bei einer mechanischen Beanspruchung, wie sie an den Stufenkanten auftritt, ist ein solcher Schutzflm schneller abgelaufen als die Milch in der Küche übergekocht. Hier einmal bewusst plastisch formuliert!
- Grundiere also zunächst,
- überrolle das Ganze nach der Warte-/Aushärtzeit der Grundierung mit dem Schutzsystem und
- wiederhole den Auftrag 1-malig innerhalb von 24 Stunden (nicht später !), wenn keine Herstellerangaben dagegen sprechen.
(Betreten der Treppenanlage zwischendurch für andere als den Ausführenden verboten).
-.-.-.-.-
Gruß: Klaus
Hallo
Danke für die wertvollen Infos.
Dann werde ich mich erst mal an die alkalische Reinigung der Treppe machen und dann mal sehen wie das Ergebnis aussieht.
Inzwischen habe ich noch was im Internet gefunden was mich auch interessieren würde, Nennt sich Flüssiggranit (http://sanyfix.de/cms/).
Gibt es da schon Erfahrungen oder HInweise?
Thomas
Hallo Thomas,
das "Flüssiggranit" ist mir nicht bekannt.
Aber es bedingt ebenfalls einen optimalen Haftverbund, das ist sicher.
Deine Ursprungsfrage stellte aber darauf ab, ob man auf den vorhandenen Beton-Untergrund einfach den Oberflächenschutz aufrollen könne oder ob dieser noch nachzubehandeln wäre, um den Haftverbund sicher zu stellen.
Das Produkt, wie oben aufgeführt, benötigt ganz sicher ebenfalls einen guten Haftverbund.
Ob die mechanischen Eigenschaften letztlich das halten, was erforderlich ist (ich spreche bewusst wieder die hoch belasteten Treppenkanten an), wird sich im Praxisversuch zeigen.
-.-.-.-.-
Gruß: Klaus