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Montag, 6. Februar 2012

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stefan
Gruppe: Bauherr


Thema vom: 30.06.2010
IP: 193.103.***.** | ID: 9758
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Wandfliese auf Boden ?

Hallo,

wir haben nun die richtige Fliese (siehe Beitrag vorab) gefunden. Allerdings ist es kein Feinsteinzeug, sondern Steingut, allerdings weiße Scherbe.

Dicke ist 12 mm. Es ist sozusagen ein Mosaik, welches aber nicht auf Netz ist, sondern eine normale Fliese (33 x 60 cm). In der Fliese sind die sehr feinen Fugen aber spürbar.

Jetzt wollten wir gern auf Boden und an der Wand das gleiche Dekor. Der Verkäufer (wie sollte es anders sein) meinte, dass es aufgrund der Dicke (wg. Bruchgefahr) und der enthaltenen Fugen (wg. Rutschgefahr) möglich sei, diese Fliese auch auf dem Boden zu verlegen. Er warnte nur davor, dass ein harter Gegenstand beim Heruntefallen die Glasur beschädigen könnte, während ein Kratzer bei einem Feinsteinzeug nicht so auffallen würden. Er hielt die Wandfliese für etwas kratzemfindlicher als eine Feinsteinzeug-Bodenfliese. Die Fliese ist aber (wie oben beschrieben) nicht vollständig glasiert. Dann kam noch der Hinweis auf absolut saubere hohlraumfreie Verlegung (wir hatten eh Mittelbett geplant).

Was meinen die Profis hier? Kann ich das Risiko eingehen ?


Grüße
Stefan



Klaus
Gruppe: Sachverständiger


Antwort vom: 06.07.2010
IP: 91.36.***.** | ID: 9786

Fliesenverlegung im Dickbettverfahren ?

Hallo Stefan,
auch Terrakotta-Fliesen sind ebenfalls offenporig, heißt ohne Glasur, wie Du es nennst. Dieser Kunststein muss natürlich entsprechend eingepflegt werden, wenn er verlegt wurde.
Deine (Wand)Fliesen sind 12mm dick. Damit erfüllt er auch -nach meiner Ansicht- die Bedingungen, um auf einem Boden die anfallenden mechan. Belastungen aufnehmen bzw. weiter leiten zu können.
Eine "absolut hohlraumfreie verlegung" ist Unsinn. Die kann es nicht geben - und braucht es auch nicht zu geben. Alleine nach dem Aufziehen des Klebstoffs auf den verlegeuntergrund hast Du Stege. Also eng betrachtet definierte Hohlräume.
Moasik auf Trägergewebe sind aus dem bereich "Kleinmosaik bekannt. Nicht aber bei dem angegebenen Plattenformat.
-.-.-
Die Verklebung im Mittelbett ist bei glatter Rückseite auch wenig sinnvoll, soweit denn der Untergrund die Zeile 3 nach DIN 18202 Tabelle 3 erfüllt. Wenn die Plattenrückseite rauh ist oder es Unebenheiten auszugleichen gilt, dann JA.
Da ist also so einiges an Informationen in Deinen Angaben, was den Kopf bedenklich schwingen lässt, was nicht wirklich "passt" und mir dem Infobereich der DIY-Tüftler entnommen scheint.
Eine 12mm Fliese wird üblicherweise im Dünnbettverfahren verlegt. Und bei 12mm ist sie dicker als eine 10mm Platte, welche auch im (wenig sensiblen) Rüttelverfahren für Objekte mit gewerblichen Ansprüchen verlegt werden kann.
-.-.-.-
Gruß: Klaus

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stefan
Gruppe: Bauherr


Antwort vom: 19.07.2010
IP: 193.103.***.** | ID: 9840

???

Lieber Klaus,

ich habe versucht, die Antworten zu verstehen, aber mir scheint, es ist ein anderer Beitrag, auf den geantwortet wurde ;-)

Ich bemüh mich mal:

> auch Terrakotta-Fliesen sind ebenfalls offenporig, heißt ohne Glasur, wie Du es nennst. Dieser Kunststein muss natürlich entsprechend eingepflegt werden, wenn er verlegt wurde.

terrakotte habe ich nie erwähnt..

>Deine (Wand)Fliesen sind 12mm dick. Damit erfüllt er auch -nach meiner Ansicht- die Bedingungen, um auf einem Boden >die anfallenden mechan. Belastungen aufnehmen bzw. weiter leiten zu können.
>Eine "absolut hohlraumfreie verlegung" ist Unsinn. Die kann es nicht geben - und braucht es auch nicht zu geben. Alleine >nach dem Aufziehen des Klebstoffs auf den verlegeuntergrund hast Du Stege. Also eng betrachtet definierte Hohlräume.

Nach dem Belegen durch die Fliese werden die Stege so gedrückt, dass es zu einer gesamtheitlichen Benetzung der Fliesenunterseite kommt. Wenn die Stege bleiben, wurde wohl zu lange gewartet...

>Moasik auf Trägergewebe sind aus dem bereich "Kleinmosaik bekannt. Nicht aber bei dem angegebenen Plattenformat.

Genau das ist es nicht. Es ist technisch KEIN Mosaik, sondern nur optisch. Die Fugen sind nur oberflächlich. Die Unterseite ist glatt.
-.-.-
>Die Verklebung im Mittelbett ist bei glatter Rückseite auch wenig sinnvoll, soweit denn der Untergrund die Zeile 3 nach > DIN 18202 Tabelle 3 erfüllt. Wenn die Plattenrückseite rauh ist oder es Unebenheiten auszugleichen gilt, dann JA.

Da Höhe nicht schadet, wäre ein Mittelbettverlegung sozusagen der Gürtel zum Hosenträger.

>Da ist also so einiges an Informationen in Deinen Angaben, was den Kopf bedenklich schwingen lässt, was nicht >wirklich "passt" und mir dem Infobereich der DIY-Tüftler entnommen scheint.

Ich habe ja (bis auf das Mittelbett) keinerlei Infromationen in den Raum gestellt, die über reine Zusatndbeschreibung hinausgehen. Und dasmit dem mittelbett komtm vom Fliesenleger.

>Eine 12mm Fliese wird üblicherweise im Dünnbettverfahren verlegt. Und bei 12mm ist sie dicker als eine 10mm Platte, >welche auch im (wenig sensiblen) Rüttelverfahren für Objekte mit gewerblichen Ansprüchen verlegt werden kann

???? Eine 12 mm Fliese ist dicker als eine 10 mm Fliese? Ich habe den Satz 10 mal gelesen, verstehe ihn aber trotzdem nicht.


Darf ich ehrlich sein ? Die Antowrt scheint nur mit halkber anwesenheit geschrieben worden sein. Bis auf den Satz "Damit erfüllt er auch -nach meiner Ansicht- die Bedingungen, um auf einem Boden die anfallenden mechan. Belastungen aufnehmen bzw. weiter leiten zu können." waren keinerlei sinnvolle, verwertbare Informationen drin, die Bezug auf meine Frage herstellen. Kein Bezug auf die Rutschfestigkeit oder die Schlagfestigkeit. Lieber Klaus, dann bitte gar nicht antworten.


Danke
Stefan

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Siegfried
Gruppe: Handwerksbetrieb


Antwort vom: 25.08.2010
IP: 79.210.***.** | ID: 9981

Wandfliese als Bodenfliese

Hallo Stefan,

um technisch nicht zu weit auszuholen folgende Info:

deine 12 mm Fliese auf den Boden zu verlegen ist technisch kein Problem, es genügt die Fliese mit einer 10 mm starken Zahntraufel in ein aufgekämmtes Bett aus flexieblem Dünnbettmörtel, spricht Kleber einzulegen.
Was zum Problem führt ist die laufende Beanspruchung der Fliese. Denn an der Wand wofür sie entwickelt wurde entstehen nicht die Beanspruchungen wie am Boden.
Deine Wandfliese hat vermutlich die Glasur - Beanspruchungsklasse 2, allerhöchstens 3.
Um eine glasierte Fliese auf dem Boden zu verlegen sollte sie wenigstens der Abrieb-Gruppe 4 entsprechen, oder nach Mohs die Härte 5 oder besser 6 haben.
Entspricht Sie diesen Kriterien nicht hat sie meiner Meinung nach auf dem Boden nichts zu suchen.
Es sei den du bist nur barfuß oder in Hausschuhen darauf unterwegs.
Außerdem kommen mir noch bedenken wenn ich die Oberflächenbeschreibung deiner Fliese lese.
Deutet viel auf eine Kunstglasur. Wenn ja gibt es beim Verfugen noch einiges zu berücksichtigen.
Doch darauf möchte ich jetzt nicht nähers eingehen.

Gruß Siegfried

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