Mein Parkettleger weigert sich das Parkett zu legen.
Angeblich weil eine zu hohe Restfeuchte im Estrich vorhanden ist.
Dabei liegt der Estrich schon seit fünf Wochen, die Fußbodenheizung wird seit über einer Woche hochgefahren und im Gebäude seit über einer Woche wird mit Heizgeräten und Entfeuchtern gearbeitet.
Es sieht so aus, als ob der Parkett leger keine Zeit hat.
Er hat einen CM-Test (?) gemacht und angeblich sind die Werte zu hoch. Leider habe ich die Werte nicht.
Kann mir jemand einen Tipp geben da wir den Einzugstermin nicht verschieben wollen?
Danke
Hallo,
war bei uns genau das Gleiche. Es ist leider gang und gäbe, dass der Oberbelagsleger kommt, Feuchte misst und sagt der Estrich ist zu nass, weil er andere Baustellen fertig stellen muss. Lassen Sie Ihren Parkettleger antanzen, er soll vor Ihren Augen eine CM-Messung (das ist eine korrekte Feuchtemessung, bei dem eine Probe aus dem ganzen Querschnitt des Estrichs gemessen wird) durchführen und Ihnen direkt am Gerät den Manometerdruck zeigen und Ihnen über die Einwaage in der Tabelle den Wert zeigen. Lassen Sie sich nicht verarschen und drohen Sie sofort mit Gutachter und Rechtsanwalt.
Mal sehen ob der Estrich dann auf einmal ganz schnell trocken ist !!!
Schlaue Ratschläge mit Rechtsanwalt kann Ihnen jeder geben.
Wenn jedoch das Parkett nach einigen Wochen Fugen aufweist, sind Sie doch der erste, der dem parkettleger Vorwürfe macht.
Unterschreiben Sie Ihm doch einen Garantieverzicht, dann wird er Ihnen das Parkett wohl verlegen.
MfG
Bernd Kröll
Hallo Herr Kröll,
natürlich ist es nicht immer sinnvoll gleich mit einem Rechtsanwalt zu kommen. Aber Sie müssen doch zugeben dass es etwas seltsam ist, dass ein Parkettleger seinem Kunden nicht den Restfeuchtewert nennen kann oder will. Ein seriöser Handwerker zeigt auf Nachfrage des Kunden ein Protokoll vor oder lädt ihn gleich zu der Feuchtemessung ein. Alles andere wäre und war wie auch bei mir leider sehr fadenscheinig. Es gibt nun mal in jedem Gewerbe schwarze Schafe. Und für die braucht man eben notfalls einen Rechtsanwalt. Anscheinend gehören Sie glücklicherweise nicht dazu!
MfG Andi
Den Feuchtigkeitsgehalt des Estrich sollten Sie aber bereits vor dem bestellen des Parkett-/ Bodenlegers kennen!
Bei der Fußbodenheizung MUSS ein aufheizen nach Aufheizprotokoll (DIN 4725 Teil 4) erfolgen. Dies darf erst nach dem "Funktionheizen" beginnen.
Je nach Heizungstyp und Hersteller liegt das Funktionsheizen bei ca. 1 Woche. Danach kommt das Belegreifheizen nach Aufheizprotokoll, welches bei 18 Tagen liegt. Darüber ist ein spezielles Protokoll zu führen und nach Fertigstellung, unterschrieben (Heizungsbauer und Architekt) dem Bauherr (in Kopie dem Bodenleger) zu übergeben. Dort erfolgt auch eine CM Messung.
Dis dahin ist das Sache des Heizungsbauers unter Aufsicht des Architekt. Natürlich ist der Bauherr über den jeweiligen Stand zu informieren.
Also wenn die Heizung "erst" seit einer Woche hochgefahren wird, kann 100 % noch kein verlegereifer Boden vorliegen.
"Bei Fußbodenheizungen ist ein Aufheizprotokoll zu führen, das dem Oberbelagsleger nach VOB DIN 18365 Bodenbelagsarbeiten vorzulegen ist."
Mehr Informationen erhalten Sie beim z.B. beim: Bundesverband Flächenheizungen e. V. www.flaechenheizung.de
MfG Gregg Schwontkowski
Hallo,
in der Regel ohne Fussbodenheizung kann der Boden nach 6-8 Wochen verlegt werden!
Bei Fußbodenheizung gibt es ein sog. Aufheizprotokoll: In der Regel...
braucht der Estrich nach der Verlegung ca. 7 bzw. 21 Tage abbindezeit.
Dann muss der Boden erst aufgeheizt werden und wieder auf normale Temperatur abgesenkt werden. Dauer: ca. 18-20 Tage.
Dann erfolgt eine Feuchtemessung! Und die wenn zeigt, dass der Estrich immer noch zu feucht ist lieber noch warten!
Schöne Grüße aus Bayern, Stephanie M.
Liebe Frau Stephanie M.,
in der Regel haben Sie ja recht. Aber ich wäre trotzdem vorsichtig mit solchen aussagen, dass ein Estrich nach 6-8 Wochen in der Regel belegereif ist. Dafür habe ich schon zu viel erlebt! Was machen Sie, wenn der Bauherr auf anraten vom Architekt !!! den Estrich 6 Wochen vor Zugluft schützt, sprich Fenster zu. Wenn der Estrich die Feuchte des putzes aufnimmt, der Estrich wegen Eimer auswaschen dauernd befeuchtet wird, wenn der Estrich bei Regen von eingetragenem Wasser durchnässt wird, etc., etc., etc.,!??
Solche Aussagen verunsichern nur die Laien, welche hier Ihre Frage stellen und die sagen dann bei einem Schaden "a im Forum is gstande der isch in da Regel nach 6 Woche trocke!"
Es gibt einzig und allein nur eine Lösung: Messen der Restfeuchte eines Estrichs mit dem CM-Gerät und sonst nichts!!!
Es gibt viele unterschiedliche Faktoren, warum ein Estrich nicht innerhalb der üblichen Zeit den nötigen Restfeuchtewert hat. Diese im Einzelnen aufzuzählen, wäre zuviel. Ein Tip, der die Trocknung beschleunigt ist den Estrich anschleifen, aufrauhen. Das führt zu einer größeren Oberfläche. Bei der CM - Messung wird das Messgut aus dem unteren 2/3 genommen.
Guten tag erstmal....
Wie schon gesagt kann eine rest feuchte viel faktoren haben...frage :würde mit beschleuniger gearbeitet wenn ja welcher???(Ist bei Estrichleger nach zu fragen und schriftlich bestädigen lassen).Bei einiger beschleunigern kann man nach VOB auch über 2.0 ...verlegen...muss aber auch vom Estrichverlege schriftlich bestädigt werden welche C-beschleuniger verwendet würde...Wenn keiner verwendet würde muss man von aus gehen 8-12 wochen warten zu müssen wenn nicht sogar länger......
Bei anfahren von Heizung wird in der regel von 10tage an fahren geredet und 4 tage runter fahren abkühlen.....
Zu Parkettleger der ist zu verpflichtet ein kopie aus zu stellen der messwerte.....
Jeder unsere kunden bekommt es auf Post weg oder Fax,oder persönlich überreicht.....
Ansonst wenn keine Tip´s helfen ein zweiten Parkettleger hin zu ziehen oder ein Gutachter......
Netten gruß
Von der Firma BTS Gmbh aus dem Norden